B.A.S.E.®-Babywatching 5.3.2021 Wörgl

Ausbildung zum/r B.A.S.E.®- GruppenleiterIn: zur Förderung von Feinfühligkeit und Empathie als Prävention gegen Angst und Aggression
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Soziale Kompetenz durch Zuschauen
Über unvorstellbar lange Zeiträume hindurch haben Kinder ihre Mutter – und andere Mütter – mit einem Baby erlebt, haben gesehen, wie sie seine Bedürfnisse stillt, mit seiner Aufregung umgeht und seine Fähigkeiten unterstützt. Das "evolutionäre Modell" der sozialen Entwicklung, das teilnehmende Beobachten, wird bei B.A.S.E® nachempfunden und schult das empathische Einfühlungsvermögen der Kinder.

Konkrete Durchführung von B.A.S.E®
Hierzu kommt eine Mutter mit einem wenige Wochen alten Baby regelmäßig für die Dauer von einem Jahr einmal in der Woche in die Kindergartengruppe bzw. Schulklasse oder eine andere Gemeinschaft. Die Kinder erleben, wie das Baby von Woche zu Woche wächst, bis es frei laufen kann. Identifikation mit dem Baby und Beschäftigung mit den Emotionen und Motivationen von Mutter und Kind wird durch eine spezielle Fragetechnik angeregt. Dieses Denken beginnen die Kinder nach und nach auf das alltägliche Miteinander zu übertragen, das heißt, sie verhalten sich feinfühlig und verständnisvoll, aber auch selbstbewusst und zunehmend reflektierter untereinander.

Ziel der Ausbildung
Im Seminar werden die TeilnehmerInnen geschult, ein B.A.S.E®-Baby-Beobachtungs-Projekt durchzuführen oder zu begleiten, wobei sowohl die Inhalte als auch die Art der Durchführung an Hand von Beispielen vorgestellt und eingeübt werden.

Wissenschaftlicher Hintergrund
Schon in den 80er Jahren hat der Aggressionsforscher Henri Parens in Philadelphia/USA Studien zur Vorbeugung von aggressiven Verhaltensstörungen durchgeführt. Auf der Basis seiner Erfahrungen wurde das Präventionsprojekt B.A.S.E® Babywatching in Kindergarten und Schule an der Kinderklinik von  Karl Heinz Brisch im Dr. von Haunerschen Kinderspital der Universität München entwickelt. Die bisherigen Ergebnisse zeigen (darunter eine Evaluation an Tiroler Volksschulen 2010/2011), dass dadurch bei Kindern sowohl die Fähigkeit zur Einfühlung gefördert als auch aggressive sowie ängstliche Verhaltensstörungen verringert werden können.